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Krieg führen und vom Frieden sprechen – Friedensverhandlungen in der Frühen Neuzeit

Europa in der sogenannten Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800) war geprägt von gewaltsamen Auseinandersetzungen. Zugleich ist die Epoche ein lohnendes Objekt der Friedensforschung. Das ist kein Widerspruch, denn es gab eine Routine des Krieges, bei der Frieden bereits mitgedacht wurde. So wurden viele der großen Kriege durch mustergültige Friedensschlüsse beendet – man denke nur an den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit dem Westfälischen Frieden. Krieg war nicht das Ende politischer Kommunikation, sondern der Beginn von Friedensarbeit. Der Vortrag wird die besonderen Voraussetzungen der ‚Friedensfähigkeit‘ der Frühen Neuzeit erläutern und zugleich zu Diskussionen darüber anregen, was man daraus auch jenseits des historischen Kontexts lernen kann. Prof. Dr. Anuschka Tischer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität Würzburg.

Krieg führen und vom Frieden sprechen – Friedensverhandlungen in der Frühen Neuzeit

Europa in der sogenannten Frühen Neuzeit (ca. 1500-1800) war geprägt von gewaltsamen Auseinandersetzungen. Zugleich ist die Epoche ein lohnendes Objekt der Friedensforschung. Das ist kein Widerspruch, denn es gab eine Routine des Krieges, bei der Frieden bereits mitgedacht wurde. So wurden viele der großen Kriege durch mustergültige Friedensschlüsse beendet – man denke nur an den Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) mit dem Westfälischen Frieden. Krieg war nicht das Ende politischer Kommunikation, sondern der Beginn von Friedensarbeit. Der Vortrag wird die besonderen Voraussetzungen der ‚Friedensfähigkeit‘ der Frühen Neuzeit erläutern und zugleich zu Diskussionen darüber anregen, was man daraus auch jenseits des historischen Kontexts lernen kann. Prof. Dr. Anuschka Tischer ist Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere Geschichte an der Universität Würzburg.
15.09.26 21:02:07