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Archäologie: Am Ende der Welt: Die Spätantike in der Provinz Raetien



Die Einfälle der Germanen in der Mitte des 3. Jahrhunderts führten plündernde Stammesfürsten bis nach Oberitalien, in die Provence und sogar nach Spanien. Angriffe der Perser auf die reichen Städte des Ostens machte das Eingreifen des Kaisers notwendig. Dazu wurden Truppen von den Grenzen abgezogen mit der Folge, dass germanische Völker wie die Franken, Iouthungen oder Sueben diese Schwäche ausnutzten und plündernd in das Römische Reich einfielen. Im raetischen Limesgebiet fielen den Barbaren zahlreiche Landsiedlungen zum Opfer. Die Gutshöfe wurden aufgegeben, ihre Bewohner flüchteten und suchten Schutz in den ummauerten Städten des Südens. Die einstmals starke Regensburger Legion wurde zerteilt und an den neuen Krisenpunkten stationiert. Die Notversorgung kam jetzt wieder über die Berge und musste durch Militärposten in Wilten, Zirl und Füssen gesichert werden. Die Grenze wurde auf „alte“ Donaulinie zurückgenommen und frühere Truppenplätze wiederaufgebaut. Allerdings waren sie nicht mehr mit römischen Linientruppen besetzt, sondern mit germanischen Söldnern. Unter dem anhaltenden Druck der Völkerwanderung brach die Grenze und bald auch das Römerreich zusammen. Das 5. Jh. war geprägt von dem Versuch, die Verwaltung zu erhalten und den römischen Anspruch auf die Provinz Raetia zu sichern.

Prof. Dr. Wolfgang Czysz Kursleitung


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