Forschungsresultate zeigen hohe Qualität im InES-Projekt

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Das Projekt nennt sich „Innovative Europäische Sprachlehre“, kurz InES. Aufgebaut und realisiert wird es von dem Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Joachim Grzega, der seit 2017 bei der Volkshochschule Donauwörth tätig ist. Dabei geht es um zwei Teilbereiche: einerseits um die Effizienzsteigerung von Fremdsprachenunterricht, andererseits um den Zusammenhang zwischen Sprache, Kultur und Politik. Grzega gilt in beiden Bereichen als Experte. Im Rahmen des Projekts werden neue Wege erprobt und ausgewertet. Die Ergebnisse fließen unmittelbar in verbesserte Angebote für die Allgemeinheit. Zu beiden Teilbereichen des InES-Projekts sind nun Berichte in Band 15 des Journal for EuroLinguistiX erschienen. Die Artikel verdeutlichen die hohe Qualität der Arbeit im InES-Projekt.




Bereits vor Beginn von Grzegas Donauwörther Tätigkeit waren seine Modelle Sprach-Not-Arzt (für Migranten), Basic Global English und die SprachFitnessStudios als hocheffiziente Einstiege in europäische Fremdsprachen bekannt. Lernstufen, die europaweit definiert sind, wurden durch diese deutlich schneller erreicht als nach herkömmlichen Methoden – ohne dass dafür eine besondere Sprachbegabung notwendig war. Nach zwei Halbtagen als Anfänger einer europäischen Sprache kann man bereits Notfallsituationen als Tourist bestreiten. Diese Modelle wurden im InES-Projekt noch weiter verbessert.

In hohem Maße wirksamer als traditionelle Modelle erweisen sich im Experiment seine Techniken für die Alphabetisierung von Zuwanderern gemäß seinem neuen Modell „Alphabet-Not-Arzt“. Doch auch für höhere Sprachniveaus wurden experimentell neue Strategien entwickelt, damit sich Wörter und Gesprächsbausteine besser im Kopf verankern und Lerner festgefahrene Fehler leichter loswerden. Grzega berücksichtigt dabei die Muttersprachen der Lerner, besondere Eselsbrücken sowie die Übertragung bestimmter Moderations- und Lehraufgaben an die Lerner.

Die zweite Säule des InES-Projekts ist die Analyse des Zusammenhangs von Sprache/Denken/Handeln beziehungsweise Sprache und Kultur sowie erneut die unmittelbare Verarbeitung von Forschungsergebnissen zu lehrreichen und unterhaltsamen Angeboten für das breite Publikum. Professor Grzega nennt die Bewusstmachung über die Macht von Sprache gerade bei politischen Themen auch „Manipulationsschutz-Training“ und „Kulturverständnis-Training“ und damit „Friedenstraining“. Im InES-Projekt wurden verschiedene Formate erdacht und erprobt. Neben Plakaten, Wanderungen und Quiz-Veranstaltungen gibt es Vorträge zu verschiedenen Themen, aber mit den immer gleichen Gestaltungstechniken. Solche Vorträge wurden über eine Fragebogen-Aktion bewertet. Diese ergab, dass die Gestaltungselemente wie Interaktion, Musik und Humor, Details und Prinzipien, Texte und Bilder vom jeweiligen Publikum generationsübergreifend als angemessen empfunden wurde und die Veranstaltungen einen klaren Erkenntnisgewinn brachten.

Vhs-Vorsitzender Paul Soldner und Geschäftsführerin Gudrun Reißer freuen sich, dass die InES-Angebote nicht nur Gäste an die Vhs Donauwörth bringen, sondern mittlerweile auch bei anderen Volkshochschulen in Bayern und darüber hinaus nachgefragt werden. So durfte Grzega das InES-Projekt schon bei den VHS-Landesverbänden von Baden-Württemberg und Thüringen vorstellen. Mehrere Sprachkurse nach seinen Techniken hat er in Nordrhein-Westfalen durchgeführt – jüngst in Wuppertal.

Auf den Lorbeeren wird sich jedoch nicht ausgeruht. Der Sprachwissenschaftler hat bereits weitere Ideen entwickelt, die demnächst erprobt werden…


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